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Schlossumbau ist etwas für Liebhaber

Sanierung ist ins Stocken geraten – Grundstücksverhältniss sind noch nicht 100%ig geklärt

Friedrichroda. (tlz/wifi) Zwei Fragen bekommt Hardy Eitner am häufigsten zu hören. Haben sie Zimmer? Und: Wann geht es im Schloss Reinhardsbrunn mit der Rekonstruktion und Modernisierung weiter. Während der Hotelchef die erste Frage bejahen kann das Kavaliers- haus neben dem Schloss ist mit seinen 36 Betten im Jahresdurchschnitt mit 46 Prozent gut belegt muß er bei der zweiten Frage mit den Schultern zucken: „Hoffentlich in diesem Jahr?!“ Ursprünglich sollten die Bauarbeiten im yorigen Jahr beginnen. Während im Kavaliershaus der Hotelbetrieb auf vollen Touren läuft, bewegt sich im Schloss nichts. Schloss Reinhardsbrunn ist ein Liebhaberstück. Wer darin investiert, darf nicht aufs Geld sehen. Auf 50 Millionen Mark wurde die Sanierung des märchenhaften Anwesens mit Hotellerie taxiert. „Das wird nicht reichen“, kalkuliert Hotelchef Eitner. Doch vom Geld allein hänge die Rekonstruktion des einstigen Jagd- und Luxusschlosses der Gothaer Herzöge nicht ab. Hauptgrund seien unge- klärte Grundstücksverhältnisse. „Wer investiert schon Millionen, wenn die Grundstücks- verhältnisse nicht hundertprozentig sicher sind“, sagt Eitner zu den vermögensrechtli­chen Auseinandersetzungen zwischen Travel-Charme-Hotel-Träger Ressort und der Herzoglichen Stiftung.
Die Berliner Hoteliers haben Reinhardsbrunn erst einmal vertagt, das erfuhr Bürgermeister Klaus Henniges bei einem Berlin-Besuch. Jetzt werde in zwei Hotels auf Rügen investiert, ließen ihn die Ressort-Manager wissen. Henniges hofft, dass sich bald etwas bewegt. Schließlich ist das Schloss das Herzstück von Reinhardsbrunn. Thüringer Allgemeine 15.02.2000