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Nebulös // von Vera Dähnert

Es ist ein Dauerbrenner bei den Anfragen im Stadtrat Friedrichroda: Was wird mit Schloss- und Park-Hotel in Reinhardsbrunn? Die Fried­richrodaer ärgert, es, dass der erste Blick Fremder auf eine Hotel-Ruine fällt, aus deren Dachrinnen bereits die Bäume wachsen. Dass zum Jahresende auch noch das Kavaliershaus dicht machen wird, ärgert natürlich auch. Dabei begann alles so hoffnungsvoll: Die heutige Ressort-Hotelgruppe übernahm die Häuser von der Treuhand mit Auflage zu sanieren. Fünf Millionen Mark wurden investiert. Es gab große Pläne, ein neues Bettenhaus mit 28O Betten zu errichten, daraus wurde nichts. Die von der Hotelkette an der Ostsee übernommenen Urlaubertempel hatten immer Vorrang beim Um- und Ausbau. Bürgermeister Klaus Henniges‘ Versuche, mit der Geschäftsführung in Berlin Gespräche zu führen, scheiterten meisten; weil an die Ver­antwortlichen nicht heranzu­kommen war oder Antworten nur vertröstend ausfielen. Sein Beigeordneter Peter Kühner vermutet sogar, dass die Hotel­gruppe arge finanzielle Proble­me habe. Doch Genaues weiß man nicht. Und so schwebt über der Hotellandschaft Rein­hardsbrunns ein nebulöser Schleier. In Kürze empfängt Klaue Henniges die Berliner Hotel-Manager in Friedrichroda. Der Stadtrat machte ihm noch mal Druck, konkrete Aussagen zu verlangen. Thüringer Allgemeine 12.10.2001